Eine dicke Mauer namens Oliver Kahn

Oliver Kahn

Ayosport.com €XNUMX - Wenn man ihn mit einem Hollywood-Film vergleicht, ist Oliver Kahn ein wahrer Antagonist. Die Kombination aus zerzausten Haaren, scharfen Augen und einem Gesicht, das fast nie lächelt, macht Gegnern und Freunden oft Angst. Ganz zu schweigen von seiner Angewohnheit, unter der Latte hervorzuschreien. Kahn ist mit all seinen Porträts nicht der ideale Held für Kinder.

Doch trotz seines Temperaments und seiner Statur ist der Spieler mit dem Spitznamen Der Titan oder Der Riese einer der erfolgreichsten deutschen Spieler der Geschichte, sowohl Vereins- als auch Einzelerfolge. Kahn ist neben Mehmet Scholl und Bastian Schweinsteiger einer von drei Spielern, die acht Mal den Premier League-Titel geholt haben.

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Kahn begann seine Karriere im Alter von acht Jahren beim Karlsruher SC und wurde ein Teil davon Wunder des Wildparkstadions als sie mit 7:0 gegen Valencia gewannen und sich für das Halbfinale qualifizierten UEFA-Cup 1993/1994. Eine Saison später wurde er als Haupttorhüter von Bayern München aufgestellt, begleitet von einem Transferrekord in Deutschland für seine Position. Nach überstandener Verletzung debütierte der 188 Zentimeter große Torhüter zwei Monate später in der deutschen Nationalmannschaft.

Beim Europapokal der Landesmeister 1996 gehörte Kahn neben Oliver Reck als Stammtorhüter Andreas Köpke zum siegreichen deutschen Team. Danach schien Kahn der Begrenzer der Blütezeit des Panzerteams zu sein. Der Karlsruher schien in einer für ihn ungünstigen Zeit zu leben, wenn man bedenkt, dass nach dem Erfolg bei der Europameisterschaft 1996 Deutschlands Erfolge eher rückläufig waren.

Deutschland, das oft als auf Turniere spezialisiertes Team bezeichnet wird, hat es versäumt, einen großen Titel zu gewinnen, seit Kahn als Köpkes Nachfolger und Mannschaftskapitän angetreten ist. Sein Abenteuer als Haupttorhüter der Panzer-Mannschaft begann beim Europapokal der Landesmeister 2000. Leider konnte sich Deutschland nicht alleine für die Gruppenphase qualifizieren. Kahns Unglück ereignete sich bei der WM 2002 auch in Korea und Japan.

Seit Beginn des Turniers wirkte Kahn sehr solide und kassierte nur ein einziges Mal, um Deutschland ins Finale zu bringen und Brasilien herauszufordern. Das Team von Rudi Völler verlor gegen Ronaldos zwei Tore, von denen eines nach einem Fehler von Der Titan erzielt wurde. Anstatt verachtet zu werden, wurde Kahn in seiner Heimat wie ein Held begrüßt. Er wurde auch erfolgreich der erste Torhüter, der den Goldenen Ball oder den besten Spieler bei der Weltmeisterschaft 2002 gewann.

Kahns heldenhafter Kampf im Endspiel im japanischen Yokohama erhielt viel Lob. Einer von ihnen erinnert sich, dass er aufgrund der Fingerverletzung, die er erlitten hatte, mit Schmerzen erschien. Zwei Jahre später scheiterte Deutschland beim Europapokal 2004 erneut an der Qualifikation für die Gruppenphase, obwohl Kahn eine gute Leistung zeigte. Aus Verantwortung übergab er die Kapitänsbinde in die Hände von Michael Ballack.

Die WM 2006 war ein entscheidender Moment für Kahn. Die Anwesenheit eines neuen Trainers, Jürgen Klinsmann, in der Panzermannschaft schied zum ersten Mal aus Startelf. Kahn, der für seine schlechte Laune bekannt ist, hatte Zeit, die Entscheidung des Trainers, der bekanntlich Klinsi heißt, zu hinterfragen, der den Torposten lieber Jens Lehmann anvertraut.

Hier wird jedoch Kahns Großzügigkeit auf die Probe gestellt. Vor dem Elfmeterschießen gegen Argentinien im Viertelfinale machte Der Titan Lehmann mit Handschlag und einem kurzen Gespräch vertraut. Bei der größten Fußballparty im eigenen Land trat Kahn nur einmal auf, was auch das Ende seiner Karriere in der Nationalmannschaft bedeutete, nämlich im Spiel um Platz drei gegen Portugal, wo er viele Paraden erzielte.

Danach zog sich Kahn zusammen mit der süßen Frucht der deutschen Fußballrevolution aus der internationalen Gemeinschaft zurück. Bis schließlich das Panzer-Team die Früchte erntete und die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien gewann. Kahn stand damals nicht mehr auf dem Feld, aber sein explosiver Esprit begleitet den Kampf der deutschen Nationalmannschaft immer wieder. Er war immer die Ausnahme hinter dem Niedergang der deutschen Errungenschaften in dieser Zeit.

Kahn, der oft mit Schiedsrichtern und gegnerischen Spielern sowie seinen eigenen Kollegen konfrontiert wird, hat auch eine menschliche Seite, die Anerkennung verdient. Einer von ihnen, als er sich entschied, den gegnerischen Torhüter Santiago Canizares zu umarmen, als die Bayern im Finale gegen Valencia gewannen Champions League 2000/2001. Für diese Aktion war es Kahn, der wurde Mann des Spiels das Endspiel, wurde außerdem mit der Trophäe des UEFA-Fairplay-Preises belohnt.

Ein Zwischenfall während der Aufwärmeinheit vor dem 1.Bundesligisten gegen Arminia Biefeld im Jahr 2006 markierte das Ende von Kahns Karriere auf Vereinsebene. Damals eröffnete Bayerns Ersatztorhüter Michael Rensing das Feuer, das Kahns Auge traf und seine Sicht beeinträchtigte. Der Titan bestritt sein letztes Pflichtspiel gegen Hertha Berlin in der 1. Bundesliga am 17. Mai 2008 mit dem Status des Torhüters mit den meisten Einsätzen in der Ligageschichte.

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